Aktion gegen Studiengebühren

Wandertranspi am Dienstag in Aachen

Unter dem Motto „Linke Mehrheit im Landtag nutzen: Studiengebühren abschaffen“ will das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren gemeinsam mit dem Landes-ASten-Treffen NRW die linke Mehrheit im nordrhein-westfälischen Landtag noch einmal dazu aufrufen ihren Wahlversprechen nachzukommen und Studiengebühren in NRW jetzt und sofort abzuschaffen.

Neben eines Wanderbanners, das bereits in Köln, Bielefeld, Dortmund, Bochum und anderen Städten hing,  besteht die Kampagne aus einer Unterschriftenaktion, an der sich alle beteiligen können. Die Postkarte zur Teilnahme bekommt ihr  bei uns.  Ziel ist es die unterschriebenen Karten am 13. Juli 2010 der linken Mehrheit im nordrhein-westfälishcen Landtag zu übergeben und sie an ihre Wahlversprechen zu erinnern.

Der Bildungsstreik Aachen unterstützt die Aktion und wird das Wandertransparent am Dienstag gut sichtbar auf dem RWTH Gelände aufhängen, einen Infostand aufbauen und die Postkarten verteilen.

Haltet die Augen offen und kommt vorbei!

mehr Infos:  http://gebuehrenfrei.wordpress.com/

Erklärung des Bildungsstreik zu den StuPa-Wahlen an der RWTH

Die Wahlen sind vorbei und viel Neues gibt es nicht zu berichten. Dennoch sieht die Situation anders aus als noch vor einem Jahr. Denn nachdem ALFA drei Sitze zusätzlich gewinnen konnte und die GHG einen Sitz, ist nun die Möglichkeit gegeben, dass die RWTH tatsächlich einen neuen AStA bekommt. Denn ALFA, Juso HSG und GHG hätten zusammen die nötige Mehrheit und mit der einen Stimme der LiLi könnte man sich sogar 22 Stimmen im StuPa sichern.

Natürlich können wir uns nicht vorstellen, dass ALFA über seinen eigenen Schatten springt und mit der Linken Liste (LiLi) zusammenarbeitet, aber wir können uns noch viel weniger vorstellen, dass ALFA sich selbst delegitimiert und eine Koalition mit STUDIUM und RCDS sucht.

Mit Schrecken haben wir das Gerücht vernommen, dass über eine Koalition aus ALFA, Juso HSG und LHG nachgedacht wird. Für eine solche Koalition gäbe es keinen vernünftigen Grund, besonders, wenn es ALFA und Juso HSG nicht nur um Machtpositionen, sondern um Inhalte geht. Die LHG verfolgt eine radikalliberale Politik an der Hochschule, die Minderheiten benachteiligt, die sich auf angeblich schlechtes Essen in der Mensa fokussiert, um so ihrem Privatisierungswahn zu frönen. Diesen LiberalextremistInnen die Hand zu reichen, bedeutet die soziale Selektion an der Hochschule weiter auszubauen. Dies müsste zu mindestens dem Wahlprogramm der Juso HSG völlig zu widerlaufen. Es wäre auch völlig unverständlich, wenn die Juso HSG der Grünen Hochschulgruppe dermaßen in den Rücken fällt.

Wir unterstützen ausdrücklich eine Koalition aus ALFA, Juso HSG und GHG, darüber hinaus wünschen wir uns ebenfalls eine aktive Beteiligung der Linken Liste.

Gewerkschafter_Innen und der Streik

Heute um 12:30h hatte das Camp Besuch von zwei Mitgliedern des AK Aachener Gewerkschafter_Innen die uns ihre Unterstützung ausgedrückt haben. „Euer Kampf ist auch unser Kampf und deswegen unterstützen wir euch nach besten Kräften und erklären uns mit euren Aktionen solidarisch.“, so Franz Ohlen. Wir freuen uns über solche Solidarität und hoffen, dass auch andere Arbeitskreise und Bündnisse uns ihr Unterstützung zuteilwerden lassen.

Im Anschluss an diese erfreuliche Erklärung fand eine Diskussionsrunde mit der Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Aachen, Martina Weber-Spies statt.

Im Verlaufe dieser Runde besprachen wir Themen, wie z.B. „Gewerkschaft im Zusammenhang zum Studium“, „Arbeitschancen von Absolventen“ und „Basisdemokratie“. Die Tatsache, dass gewerkschaftliches Engagement auch an der Uni möglich ist, war zuvor vielen nicht klar. Zusammen kamen wir auch überein, dass Basisdemokratie eine wünschenswerte Vision ist, der Weg dahin aber äußerst beschwerlich. Als abschließende Erkenntnis kann man sagen, dass Bewegung Engagement braucht und, dass nur ein gemeinsamer Kampf zum Erfolg führt. In diesem Sinne möchten auch wir noch einmal dazu auffordern mit uns zu streiken, denn ohne Rückhalt ist Veränderung unmöglich.

“Alle reden vom Wetter. Wir tun was dagegen.”

Heute, am 09.06.10, fand die Demonstration des Aachener Bildungsstreiks im bundesweiten Kontext statt. Was das prägende Moment dieser Veranstaltung zum Anfang war dürfte jedem/jeder klar sein. Der Regen! Und so trafen sich nur rund 200 Streikende vor dem Super C der RWTH. Dennoch ließen sich diese vom strömenden Regen nicht abschrecken. Sie wollten auch unter schlechten Bedingungen für ihre Forderungen und Überzeugungen kämpfen. Sehr erfreulich war die Tatsache, dass viele Schüler_Innen den Weg zur Hochschule gefunden hatten. Sogar aus Eschweiler und Monschau waren sie gekommen um für eine freie und soziale Bildung zu kämpfen.

Von den drei Hochschulen zeigte die Katholische Hochschule, dass eine kleine Uni manchmal mehr kann, als eine aufgeblasene, selbstverliebte Elite. Aus Burtscheid waren sie gekommen um auf die zum Teil schwierigen Bedingungen im KatHo-Alltag hinzuweisen. Mitglieder der FH Aachen fuhren zu diesem Zeitpunkt durch die Stadt um die Demonstration zu ermöglichen. Und was war mit der “Elite”uni? Was war mit den “Elite”studierenden? Wo war ihr Protest für eine soziale Hochschule und die Neuordnung des Bachelor- und Mastersystems, welche ein freies und selbstbestimmtes Studium ermöglichen würde, ein Studium, das zu eigenem Denken und kritischem Denken einlädt. Sie waren nur geringfügig vertreten, schließlich war an diesem Tag „Studieninformationstag“. So konnten die Studierenden den Vorabend doch für etwas Angenehmeres nutzen, als für eine Bildung zu kämpfen, die frei von Selektion ist und es jedem einen Zugang ermöglicht. Sicherlich, dieser Vorwurf ist provokant, aber sollten wir nicht hin und wieder über den eigenen Schatten springen und auch mal schauen wie es anderen geht? Auch für diese einmal kämpfen, wie viele es sonst nur für sich selber tun? Macht das nicht Gesellschaft aus, dass wir miteinander und für einander leben? Anscheinend nein! Der Saufabend ist das primäre Ziel, das soziale Gewissen eine Mär. Diese Situation macht einen traurig und nachdenklich, aber man entdeckt auch, dass es 200 Menschen gibt, die bereit sind sich bis auf die Unterhose vollregnen zu lassen, dass der gemeinsame Dialog einen bereichert und, dass Mensch selbst manchmal, seine festgefahrenen Meinungen neu überdenken muss.

So lässt sich sagen, dass heute eine kämpferische und laute Demo durch Aachen zog, die zeigt, dass es sich lohnt für seine Überzeugungen zu kämpfen.

(Bildquelle: www.az-web.de)

KatHo Besetzung

Gestern Abend haben einige Student_Innen der KatHo ihren Hörsaal mit Absperrband und Bildungsstreikplakaten abgesperrt und die Türe mit einem Glaskasten verstellt.

Heute Morgen wollten etwa 40-50 Stundent_Innen zu ihrer Vorlesung in den Hörsaal, was natürlich nicht ging. Als ihr Dozent zum Hörsaal kam hat er sich interessiert das Banner durchgelesen und sich dafür ausgesprochen, dass „das doch mal ein Streik sei“.

Der Hörsaal bleibt auf weiteres für Vorlesungen gesperrt.

Gestern gab es zum Thema Bildungsstreik auch eine Diskussionsrunde mit Dozent_Innen und Dekan_Innen, die dann für den Bildungsstreik alle Veranstaltungen haben ausfallen lassen.

DEMO – Mittwoch 9.6.10 – 10:30 – RWTH Hauptgebäude

Hauptgebäude der RWTH –> über Templer-, Hirsch- und Seilgraben –> Bushof –> über Peterstraße –> Elisenbrunnen–> Theaterstraße –> Normaluhr–> Wilhelmstraße –>Kaiserplatz –> SPD-Büro

Das Camp steht…

Protestcamp noch bis Freitag vor dem SuperC

Seit Montag Vormittag steht das Protestcamp des Aachener Bildungsstreiks vor dem SuperC. Kommt vorbei, informiert euch und nehmt noch bis Freitag an unserem Programm teil.

Das einwöchige Protestcamp findet im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks statt. Das Camp soll die Öffentlichkeit über die desolaten Zustände in unserem Bildungssystem informieren. Mit Hilfe von öffentlichen Plena, Vorlesungen und Workshops möchten wir einen Einblick in die täglichen Probleme von SchülerInnen, Auszubildenden und Studierenden ermöglichen. Deshalb kommt vorbei und bringt euch ein!

Mittwoch Donnerstag Freitag
10:30 Demo 11:00 Wie sieht AStA-Arbeit aus?

Diskussion mit Vertretern der 3 aachener Asten

11:00 Was war gut? Was war schlecht? Wie soll es weiter gehen?

Reflexion und Ausblick

14:00 offenes Mikro 14:00 Studium und Gewerkschaft – Gehört das zusammen?

Von und mit der IG-Metall

13:00 Abbau
15:00 Aktionsbündnis gegen Studiengebühren

Vortrag

20:00 Plenum 20:00 Plenum
21:30 gemütliches Beisammensein mit Grillen 21:30 gemeinsames Abendessen
23:00 Kino

Kick it like Frankreich“ + Film über die aachener Bildungstreikdemo im April

Ein ganz anderes Lernen und Leben ist möglich – und nötiger denn je!

WICHTIG Neue Pressenummer:
0176 / 20626467

Pressemitteilung

Stets aktuelle Infos unter:
twitter.com/bsaachen
facebook
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Aufruf aus Berlin: Schulstreik am 9. Juni!

Gegen Perspektivlosigkeit und Leistungsterror!

Der Wecker klingelt. Vor einem liegen 7 Stunden Unterricht. In hoffnungslos überfüllten Klassen sollen wir uns den Stoff von jetzt auf gleich merken und am besten nie wieder vergessen – ob wir uns dafür interessieren, oder wenigstens kapieren, was uns da so erklärt wird, ist egal. Und so geht der Stress dann auch nach der Schule meistens weiter: Hausaufgaben, Tests oder Arbeiten vorbereiten – zu tun gibt es viel, wenn man „später mal einen Job bekommen und nicht mit Hartz IV vor sich hinvegetieren will“, wie die Lehrer uns immer wieder eintrichtern.

Der Leistungsdruck hat dabei in den letzten Jahren für viele sogar noch zugenommen. An den Haupt- und Realschulen haben viele überhaupt keine Perspektive mehr und sollen mit autoritären Methoden trotzdem diszipliniert werden. An den Gymnasien wurde gerade die Abiturzeit von 13 auf 12 Jahre verkürzt, das bedeutet in erster Linie mehr Stoff in weniger Zeit. Ob an Haupt-, Real, Berufsschulen oder Gymnasien: Die Konkurrenz um Abschlüsse, Jobs und Noten hat sich verschärft und von Selbstbestimmung ist dieses Bildungssystem meilenweit entfernt. ‘Aufruf aus Berlin: Schulstreik am 9. Juni!’ weiterlesen