Das Bildungsstreik-Plenum Aachen lädt euch alle zu einem gemütlichen und informativen Abend ins Kármán-Auditorium im Fo3 ein. Wir würden uns über eine anschließende Übernachtung sehr freuen, weil am Montag wieder der allgemeine Vorlesungsbetrieb im Hörsaal aufgenommen werden soll. Wir brauchen den Hörsaal aber, um weiter eine öffentliche Diskussion über die Bildungsmisere führen zu können.
Das Abendprogramm:
20.00 Uhr
kurze Vorstellung der Ergebnisse der letzten Tage: Warum sind wir hier? Was sind die Ziele des Bildungsstreikes in Aachen?
21.00 Uhr
„Summer of resistance“: Film über den Bildungsstreik im Sommer 2009
Anschließend
gemütliches, unverbindliches Beisammensein: Diskussion und Information, Spieleabend, Filme, Hörspiele und wozu ihr sonst noch Lust habt …
Fürs leibliche Wohl ist gesorgt!
Was müsst ihr mitbringen?
- Einen Schlafsack
- Eine Menge gute Laune
- Eigene Ideen
Kommt alle! Wir brauchen möglichst viele Leute, um das Bildungsstreik-Plenum in Aachen aufrechterhalten zu können!!!






Habt ihr nicht lange genug gespielt? Ich finde es unmöglich, dass ihr weiterhin den Unialltag zu stören versucht. Ihr erreicht doch nichts produktives mehr (wenn überhaupt was dabei raus gekommen ist)!
Wenn ihr etwas erreichen wollt, schreibt heute Abend die möglichen Ergebnisse auf, schickt das ganze zum Landesbildungsminister und hinterlasst den Hörsaal in gutem Zustand.
Damit dürfte auch der Wille Prof. Schmachtenbergs größer sein sich auf ein weiteres Gespräch mit euch zu treffen, wenn er wieder da ist.
20cm, kleiner Peter…solltest du über deinen Tellerrand schauen und vielleicht erkennst auch du dann was Solidarität bedeutet.
ja ja solidarität, über 30.000 studierenden und 60 machen ne Besetz… äh plenum, oder seid ihr nur 30? wie unsolidarisch sind denn die 29.940 anderen?
Das ist nen bundesweiter Bildungsstreik, vielleicht hast du mal Nachrichten geschaut und gesehen was an anderen Unis so los ist? Solidarität beschränkt sich nicht nur auf die Aachener Studenten, sondern bezieht sich vielmehr auf Studenten anderer Unis, potentielle Studenten der nächsten Jahre, Studienabbrecher aufgrund gewollter Durchfallquoten, Schüler, etc.
Und weil nicht dauerhaft Massen an Leuten anwesend sind, bedeutet dies im Umkehrschluss nicht, dass diese sich nicht damit solidarisieren. Es herrscht ein dauerhaftes Kommen und Gehen. Wir alle haben auch noch andere Dinge zu erledigen und können nicht ständig anwesend sein.
Trotzdem danke für deine Meinung.
aber warum muss sich eine TECHNISCHE Hochschule, zumindest in den technischen Fächern gut aufgestellt ist (das ist die Mehrheit, auch wenns weh tut) mit irgendwelchen geisteswissenschaftlichen Hochschulen und Gymnasien solidarisieren. Es macht auch in der Öffentlichlkeit einen schlechten Eindruck wenn man sich beschwert, obwohl es einem gut geht.
Es wird dringend Zeit, dass veile in Deutschland wieder begreifen wie weit Solidarität gehen sollte und was zu viel ist.
sag mal peter…
wie assozial bist du eigentlich? schau doch mal über deinen eigenen tellerrand hinaus die welt ist ein wenig weiter als deine vierwände.
du bist unsäglich egoistisch, deine argumentation helbelt sich selbst aus. das du dass ganz auch wohl noch ernst meinst ist doch wirklich ganz schön traurig.
Falsch, das Solidaritätsargument hebelt sich selbst aus. Wenn ich mich mit den Studenten der Hochschulen solidarisieren möchte, an denen es meiner Meinung nach protestwürdige Missstände gibt, dann kann ich ja dort hinfahren und ihre Aktionen unterstützen. Du protestierst ja auch nicht in deinem Betrieb, weil es bei anderen der Branche Probleme gibt. Im Übrigen ist das ganze meiner Meinung nach aus einer Solidarisierungsaktion für österreichische Proteste zurückführbar. Damit habe ich ehrlich gesagt genausoviel zu tun, wie mit spanischen oder chinesischen Studenten. (jaja der Tellerrand, aber mal ehrlich es gibt sicherlich viele unterstützungswürdige Thematiken, da macht ihr ja auch nicht bei allen mit)
Das einzige Ziel das ich voll verstehen kann, ist das man fordert, dass alle RWTH Bachelor hier auch ihren Master machen dürfen. Das sieht aber nichtmal der Rektor anders und ich kann mir nicht vorstellen, dass das nicht über die Fachschaften lösbar ist, oder im Extremfall per Petition o.ä., die ich nebenbei bemerkt direkt unterschreiben würde.
Die Besetzung – Dauerplenum ist wohl ein bisschen euphemistisch – ist aber völlig kontraproduktiv.
Arbeitet doch an den POs der Bachelor/Master mit und versucht sie konstruktiv zu verbessern, anstatt das System zu verdammen, denn diese Abschlüsse werden sicherlich nicht abgeschafft. Was den Workload angeht wurde ja genau zu dieser Erfassung das Stöehn ins Leben gerufen. Studiengebühren sind sicherlich ein Thema das man kontrovers diskutieren kann, aber an der RWTH gibt es seitedm wesentlich mehr Tutorien und unsere Lehre wurde nicht umsonst vor Kurzem erst ausgezeichnet.
Kurz: ich fände es gut wenn ihr von mir aus eine Arbeitsgruppe o.ä. gründet die sich regelmäßig trifft und darüber diskutiert wie man die Probleme der schlecht organisierten Studiengänge lösen kann (vll. so wie das die gut organisierten gemacht haben). Diese Lösungen kann man dann in die Fachschaften einbringen usw. und wenn sich dann auf regulärem Weg nichts bewegt, kann man über andere Aktionen von mir aus gerne diskutieren. An solchen Arbeitsgruppen würden sich glaube ich wesentlich mehr Studenten beteiligen, es wäre produktiver und ich glaube, wenn ihr dem Rektor einen entsprechenden Vorschlag über einen Vertreter unterbreitet, kriegt man dafür sogar regelmäßig einen Raum.
“ist aber völlig kontraproduktiv.
Arbeitet doch an den POs der Bachelor/Master mit und versucht sie konstruktiv zu verbessern”
Das Problem was sie haben ist ja, dass sowieso eine neue PO fertig ist/krz vorm Abschluß steht, die die aktuelle ersetzen soll. In dieser sind ein Großteil der angeprangerten Probleme behoben
. Dann hätten sie ja nur noch die überfüllten Hörsäle, wo sie selber zugeben mussten, dass da massiv dran gearbeitet wird und dazu die Studiengebühren. Die soziale Ungerechtigkeit ist (zumindest in NRW) durch die Kappungsgrenze nicht gegeben, bzw. betrifft nur eine sehr geringe Bevölkerungsgruppe (und das sind nicht die Geringverdiener). Und selbst dann ist eine Zusatzbelastung von ca. 5000€ gut zu verschmerzen.
Dass die Politik mehr Geld in Bildung investieren soll, dem möchte ich auch gar nicht widersprechen. Nur dieses erreicht man nicht indem man einen Hörsaal besetzt, sondern direkt in den “Zentren der Macht” vorstellig wird.
Und was das Bachelor/Master Programm angeht, da kann selbst Deutschland nichts mehr dran drehen. Das wurde doch noch eine Ebene höher entschieden.
Ich bitte um folgendes:
a) Ergebnisse
Die grundsätzlichen Forderungen die Studenten betreffend sind mindestens im Ansatz richtig. Aber was wollen wir denn nun?
Bringt das Dauerplenum etwas? Eine offene Besprechung der Ziele ist wichtig. Nur, ohne Ergebnisse zweifle ich an der Effizienz. Wenn Filme geguckt und die Leute mit Essen gelockt werden gibt es dazu wohl auch Grund.
b) Freigabe des Hörsaals oder aber Absprache mit der RWTH.
Meiner Infos nach hat Hr Schmachtenberg den Hörsaal bis Montag morgen frei gegeben. Das zeigt Verständnis und Unterstützung für Punkt a.
Jedoch ist es wenig SOLIDARISCH anderen Studenten einen Streik aufzuzwingen indem der Hörsaal blockiert wird.
Insofern hoffe ich, dass der Hörsaal ersetzt werden und das Plenum darin fortgesetz werden kann. Wenn nicht [der Hörsaalmangel ist ja wie ich sehe auch den Leuten im Plenum gut bekannt) sollte der Hörsaal freigegeben werden.
Nur so ist es glaubhaft. Und nur wenn der Protest glaubhaft ist wird er den Erfolg haben, den auch ich erhoffe.
PS: Im Anschluss an die Demo in Berlin könnte z.B. vor dem Bundeskanzleramt kampiert werden. Gleiches gilt in unserem Fall für Düsseldorf.
Sämtliche von mir beobachten Gespräche im Plenum sind zu keinem sinnvollem Ergebnis gekommen. Ich muss dazu sagen, dass ich aber auch nur einige Stunden, an verschiedenen Tagen, da war. Was ich da gesehen habe war der Versuch eine Basisdemokratie auszuleben die aufgrund von zu vielen Anträgen nicht zum Abschluß kommen kann.
Als Beispiel ist zum das Abstimmen wie man künftig abstimmen und sich melden will zu nennen. Es hat knapp eine Stunde gedauert und wurde im folgenden nicht wirklich genutzt.
Auch die Tatsache das es aufgrund fehlender Struktur keinen “Anführer” gibt, ist keine Hilfe. Wenn man bedenkt, dass sich keine in der Verantwortung für den Hörsaal sah, nicht einmal im Kollektiv. LÄCHERLICH! Das war wieder eine Stunde Zeit, die man Prof. Schmachtenberg unnötig genommen hat und das Abends um 11.
Ein Artikel der gut zum Thema passt: http://img260.imageshack.us/img260/6417/szbequemefundamentalkri.jpg
Hey, ich finds super dass es in Aachen doch noch Leute gibt, die sowas machen
Weiter so!
was mich gerade viel mehr interessiert: warum sind die initiatoren dieser aktion nicht einwandfrei identifizierbar? wer steckt denn bitte hinter dem ak bildungsstreik? das interessiert mich vor allem vor dem hintergrund, wer für die e-mail-versendung am freitag morgen verantwortlich ist, denn ich wüßte schon gerne, wer da wie an meine persönlichen daten (rwth-mail-adresse) gekommen ist und welche anderen daten da noch in diese hände gelangt sind.
solange fragwürdige methoden wie diese angewendet werden, muß sich der bildungsstreik nicht wundern, wenn die vielzahl der studenten hier in aachen dem ganzen doch recht skeptisch gegenübersteht.
Die Mail wurde von dem ASta der FH verschickt. Initiator der ganzen Aktion war die Fachschaft 7.1. Fachschaft Philosophie.
Die haben sich aber schnell verdrückt, als sie gemerkt haben, dass sie auf dünnem Eis stehen.
@ peter
man kann das mit dem bachelor wieder rückgängig machen, oh ja!!!…dazu müssten sich die proteste auf ganz europa ausweiten, was sie hoffentlich auch tun. österreich war mehr oder weniger das startsignal für die ersten besetzungen..
und protest ist die einzige form sich gegen die da oben zu wehren, nämlich meistens wird da ganz schöner blödsinn verzapft, den wir dann wieder auszubaden haben.hier ist mitdenken angesagt, als bloß stupide den anweisungen von oben zu folgen. wenn du dir kein besseres studiensystem als das jetzige vorstellen kannst,ok. aber ich hab andere vorstellungen und viele andere mit mir
@rudi
Wenn schon Worte wie “die da oben” gegen “wir” (hier unten?) ausgespielt werden, ist es allerhöchste Zeit, mehr als skeptisch zu werden. Zusätzlich noch “wehren”! Gegen welchen Angriff von wem “wehren” Sie sich denn grade? Gilt Ihre Unzufriedenheit nicht vielmehr den Studienbedingungen? Dem Bachelor-Master-System? Den überfüllten Hörsälen und GLEICHZEITIG den Zulassungsbeschränkungen? Auch ohne die pseudomilitante Rhetorik ist da schon ausreichend Diskussionsbedarf erkennbar; aber genau jetzt, mit obigem Kommentar, ist es angebracht, vor Leuten wie “rudi” zu warnen. Das geht in eine gefährliche Richtung.
Ohne Grüße,
Bernd
mit “die da oben”, meine ich die, die am längeren hebel sitzen und das sind nun mal nicht die studierenden
ich finde diese aussage in diesem fall mal passend (ansonsten bin ich natürlich keiner der “die-machen-doch-eh-nur-was-sie wollen-typen”, nämlich viele politische entscheidungen sind schon durchdacht…allerdings war die einführung des bachelor-/master-systems ein fehler, der wieder rückgängig gemacht werden sollte.
und wir leben immer noch in einer demokratie, wo normalerweise die macht vom volke aus gehen sollte, was natürlich aus strukturellen problemen nur in einem gewissen maße möglich ist. und die form des protestes ist ein mittel, um zu zeigen, welche polit. entscheidungen falsch waren und wo es verbesserungsbedarf gibt.
mit wehren ist natürlich gemeint, dass man versuchen muss, die aufmerksamkeit der regierungen durch friedlichen protest zu erlangen.
durch die demos und geführten diskussionen kann man mehr erreichen, als durch stille unmutsäußerung.
man wird selbst kreativ und entwickelt ideen, und ich denke, dass wir doch mehr ahnung haben, was verbessert werden muss, als die zuständigen polit. gremien.
es geht schließlich um grundlegende änderungen der studienbedingungen zum besseren!
Klar, wenn man nicht wahrgenommen wird, werden auch die zu kritisierenden Sachverhalte nicht ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Das stimmt schon.
Es gibt schließlich auch noch den Eifer des rhetorischen Gefechtes, der verständlich ist, aber dennoch nicht dazu verleiten sollte, sich zu mehr als zweifelhaften Formulierungen hinreißen zu lassen.
Halbwegs versöhnt:
Bernd